Weihnachten im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert dauerte die Weihnachtszeit vom 6. Dezember bis zum 6. Januar. Es waren lebhafte und fröhliche Tage: Gäste kamen, man speiste gut und amüsierte sich mit Spielen, Tanz und Amateurtheater. Am Nikolaustag überreichten sich Freunde kleine Geschenke.

Das Haus wurde erst am Heiligabend mit immergrünen Zweigen weihnachtlich dekoriert. Alles andere würde Unglück bringen.

Am Weihnachtstag waren zwi Dinge wichtig: Der Gang zur Kirche am frühen und ein Festmahl am späten Nachmittag.

Zu Weihnachten standen Schweinskopf, Hirsch, Truthahn, Gans, Ente, Hammel und der berühmte Plumpudding auf dem Speiseplan. Beliebt war auch die black butter, eine Art Marmelade aus Äpfeln, Butter, Gewürzen und Apfelwein. Den dunklen, süßen Aufstrich aß man mit Toast und Keksen oder genoss ihn pur.

Weihnachten in Fairfaix House, York (photo: Fairfax House, used by permission).

Weihnachtsgeschenke waren damals noch nicht verbreitet. Kinder erhielten vielleicht ein neues Spielzeug. Am 26. Dezember wurden zudem die Dienstboten von ihrer Herrschaft mit kleinen Geld- oder Geschenkschachteln bedacht. Von diesen Schachteln – boxes – leitet sich die englische Bezeichnung des 2. Weihnachtstags ab: Boxing day.

Ich wünsche euch frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2020

Eure
Anna M. Thane

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